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Die Kolumne
Jeden Monat stanzen Kudernatsch & Co hier etwas Neues
für euch zurecht. Diesmal heißt es:
Der Sommer ist Mode
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Kudernatsch im klassischen Chic. Die Frauen lieben das, wie man sieht. |
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Frauen haben es jetzt viel leichter, sich für ihre Kleidung zu entscheiden. Wenn sie nicht wissen, ob es ein Rock oder eine Hose sein soll, ziehen sie einfach beides an. So geht das!
Häufig sieht man daher ein kurzes Röckchen oder ein Kleidchen über einer Jeans flattern. Das nenne ich Beinkleid im wahrsten Sinne des Wortes. Manche Maid kehrt sogar ihr Innerstes nach Außen und trägt eine geblümte Unterhose als Oberschicht. Die Künstlerin Jean Lelá hat schon so gespielt, ich habe es gesehen! Sie spielt aber dennoch sehr gut, und ich freue mich auf ihre neue CD.
Also geht solche Mode in Ordnung, und ich will kein Muffel sein.
Nur bei einer neonfarbenen Leggins werde ich aufbrüllen. Und bei der einen oder anderen Hüfthose. Denn wie oft sabbert der Thüringer Mann in sein Bier oder seinen Kaffee, der damit endgültig zum Kaffee Latte wird, gerät ihm eine kegelförmige Thüringerin zu sparsam behost ins Visier? Wenn der Bauch anmutig über die Hüfthose quarkst und bei jedem Schritt wallt
Oh, verlassen wir rasch die untere Ebene. Auch im oberen Bereich gilt es im Sommer, einiges mehr oder weniger umfangreich zu verhüllen. Ich bin eher für mehr, denn zuviel Rumpf macht dumpf. Liebe Damen, bitte beachtet: Zwei Bindfäden, die ein Kindertaschentuch halten, sind wirklich zu wenig, um den Namen Top zu verdienen. Nur Mut zum Stoff!
Ich sah schon ordentliche hellblaue Hemdchen mit amtlichen Trägern und tüchtigem Gewebe, die nicht weniger verheißungsvoll dekorierten. Immerhin waren sie mit der Aufschrift Thüringer Klöße versehen. So etwas trägt frau hier, eine lustige Drucksache!
Den Rucksack auf dem Rücken nutzt die stämmige Frau quasi als Ausgleichsgefäß. Richtig befüllt werden alle Lasten ausgependelt, es läuft sich wie von allein im gedoppelten Beinkleid und oberer Beflaggung. Mütze auf und Schuhe an fertig ist die Wandersfrau, Mann!
Was der, also der Mann, nun anzieht, Schlumpfen-Schlüpfer oder Bart-Simpson-Söckchen, ob GURU oder DOOFI auf seinem Shirt stehen sollte, welches Haiwaii-Hemd am schönsten zu einer karierten Bermuda aussieht, ob 20 Aufnäher und Schriftzüge auf einem Hemd wirklich schon zu viel sind, wie viel Löcher ein cooles Basecap haben darf und ob es durch Eigen-Urin einen härteren Schirm kriegt das sind gute Fragen. Wie auch diese hier: Muss man wirklich noch die Frisur eines britischen Fußballers tragen, der im vergangenen Jahr auf den edlen WM-Rasen gekotzt hat? Mit blonden Strähnchen? Darf man dann wenigstens den Rest der Coloration mit Haustieren oder dem Suhler Bekanntenkreis teilen? Und welche lustigen Sommer-Tattoos kann der Pitbull von nebenan auf Anhieb beißen?
Das, liebe Freunde, behandeln wir unter Garantie niemals im nächsten Heft! Denn es ist viel zu heiß
(Kudernatschs Kolumne. Aus: Blitz! Das Stadtmagazin für Jena, Erfurt und Weimar. Ausgabe 7+8 /2007)
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