![]() |
|
![]() |
| Nächster
Termin: Hier klicken |
|
Die Kolumne Jeden Monat stanzen Kudernatsch & Co hier etwas Neues für euch zurecht. Diesmal heißt es: Die Kühe sind Schweine
Sicherlich ist die Zehn eine magische Zahl, denn auch der Kinderkanal wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Den Zusammenhang kann man sich an allen zehn Fingern abzählen. Es gibt zehn Zehen und Zen-Buddhismus. Im Jahr 2100 sollen zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Das wird ziemlich stinken, wenn man an den besagten Ausstoß denkt. Besonders die leisen, stillen Varianten werden unseren Nachkommen zu schaffen machen. Da will ich lieber nicht in die Zukunft reinschnuppern. Aber vielleicht wird die Menschheit das gar nicht mehr erleben. Denn derzeit bringen uns die Kühe alle um! Das wiederum erfuhr ich in einem Hamburger Nachrichtenmagazin. Kühe halten sich nämlich überhaupt nicht an die vereinbarten zehn Furze pro Tag die schmettern gut jede Minute los und stoßen damit 300 bis 500 Liter Methangas täglich aus. Pro Kuh! Methan ist nun ein arg aggressives Treibhausgas, es trägt zur Erderwärmung bei und macht das Klima kaputt. Die Kühe sind also Klimakiller! Schlimmer noch als FCKW-Kühlschränke, Ferienflieger und Autoabgase! Die Kühe sind Schweine! Und Feinde der Menschheit! So manche Todesschwadron steht da auf unseren Wiesen, um uns das Leben zu vermiesen. Sie malmen und sie gucken trottelig. Ihre Tarnung ist perfekt. Doch lassen wir uns nicht täuschen. Auch nicht von so mancher Kuh, die sich als Sekretärin oder Verkäuferin in die Gesellschaft eingeschlichen hat. Einmal Kuh immer Kuh! Die Wiederkäuer blähen uns zu Tode, auch wenn man sie lila anmalt und Schokolade aus ihnen macht. Wie in der DDR, als noch Ochsenblut der Zartbitterschokolade die Farbe gab Die Russen waren die einzigen, die die Gefahr früh erkannt haben. Deshalb hatten sie Rinderoffenställe, um die Kolchosbäuerinnen zu schützen und nicht in methanverseuchten Ställen ersticken zu lassen. Durchgesetzt hat sich das nicht. Die Blähungen der Kühe wurden damit auch nicht verhindert. Die Methankonzentration in der Atmosphäre ist längst um hundert Prozent gestiegen. Das dürfen wir nicht mehr hinnehmen. Ab morgen wird zurück geschossen! Wenn jeder seinen Tagesdurchschnitt hochschraubt sagen wir von zehn auf zwanzig Schübe drückt könnte das durchaus Auswirkungen haben. Dann wollen wir doch mal sehen, für wen die Luft zuerst dünn wird. So leicht kriegt Ihr uns nicht, Ihr Kühe! Unser Widerstand wächst. Feuer frei! (Kudernatschs Kolumne. Aus: Blitz! Das Stadtmagazin für Erfurt, Jena und Weimar, Nr. 9/2007)
|
|||||||||||||||||||||||||||||
| © 2007 Kudernatsch, Programming & Design: Holger Martin, Zeichnungen: Thomas Leibe | ||||||||||||||||||||||||||||||