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Die Kolumne
Jeden Monat stanzen Kudernatsch & Co hier etwas Neues für euch zurecht. Diesmal heißt es:
Fünf Jahre schon ganz ohne Klon
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Clown oder Klon wer weiß das schon?
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Bestimmt freuen sich alle, dass ich nun schon fünf Jahre hier Kolumnen schreibe. Da gab es schöne Schlagzeilen wie „Erfurt hat nichts“, „Erfurt hat noch immer nichts“ oder „Erfurt Bumstown“. Aber auch „Weimar wird geschlossen“, „Nett aus dem KZ“ oder „Adolf Late Night“…
Wem davon was bekannt vorkommt, ohne dass er diese Zeilen wirklich gelesen hat tja, also derjenige oder diejenige muss ein Klon sein.
Denn als Klon hat man solche Erscheinungen: Man erinnert sich an Dinge, und hätte es gar nicht gedacht. Das habe ich durch den Film „Aeon Flux“ gelernt. Und auch, dass enge Latex-Kostüme einen dicken Hintern machen. Darum ziehe ich keins an, wenn ich in Erfurt bummeln gehe. Aber einen Klon hätte ich schon gern. Ich würde meinen Klon Ferdinand nennen und dann könnte er für mich in Erfurt bummel gehen und ich könnte irgendwo hin fahren, wo es schön ist.
Oder daheim hocken und darüber nachdenken, wie ich auch mal in die Landespolitik komme und wieder raus! Angeregt dazu hat mich eine Internet-Aktion „Wenn ich MP wäre“. Das heißt eben nicht Marsupilami (Vieh mit riesenlangem Schwanz), sondern Ministerpräsident (Würdenträger ohne riesenlangen Schwanz). Wenn ich also MP wäre, würde ich Ski-Unterricht ab der 1. Klasse einführen. Und danach sofort zurücktreten dass der nächste Interessent MP werden kann und mich außerdem niemand anzickt, weil nicht alle Erstklässler fehlerfreie Pistenhäschen werden. Ich wäre ja dann nicht mehr verantwortlich ätsch! Leute, das ist Politik! So macht man das.
Grundsätzlich gilt und jetzt kommt die Botschaft und die große Verbindung: Wenn jemand, der MP ist, denkt, dass er es schon mal war oder hätte sein können, dann ist Vorsicht geboten. Da ist der Hammer am Schwingen, der Mops aus der Kiste, Rucola im Kräutergarten, das Porzellan im Elefantenladen, der rote Knopf tief in der Tischplatte! Denn dann ist das mit großer Wahrscheinlichkeit ein Klon! Habe ich Euch ja vorhin extra hergeleitet. Passt also auf! Auf Klon Ferdinand und so. Das kann ja heiter werden.
(Kudernatschs Kolumne. Aus: Blitz! Das Stadtmagazin für Erfurt, Jena und Weimar. Nr. 9/2009)
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